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Multifokale und EDOF Kunstlinsen

Multifokale und EDOF Kunstlinsen

In manchen Fällen ist der Wunsch, weniger brillenabhängig zu sein, beim Patienten groß. Unter gewissen Voraussetzungen kann die Anwendung einer multifokalen Kunstlinse mit mehreren Brennpunkten erwogen werden. Dadurch wird ein scharfes Sehen in die Ferne und in die Nähe ohne Brille ermöglicht. Diese Linsen haben aber einige Nachteile, wie zum Beispiel ein verringertes Kontrastsehen, stärkere Blendungsempfindung und Lichthöfe um Lichtquellen (Halos) bei Nacht. Die Vor- und Nachteile werden in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch erläutert.

Eine neuere Kategorie von Kunstlinsen mit erhöhter Tiefenschärfe, sogenannte EDOF-Linsen (Enhanced Depth of Field) stellen eine sehr interessante Alternative zu den herkömmlichen multifokalen Linsen dar. Bei diesen Linsen wird die Tiefenschärfe der Linse durch einen leicht veränderten Schliff vergrößert, was zu einem guten Fern und Intermediär-Sehen (auf Armlängen Distanz) führt, ohne die oft störenden Nebenwirkungen von multifokalen Linsen. Bei einem absichtlichen leichten Unterschied der Zielrefraktion der Augen kann sogar ein passables Lesen ohne Brille bei guter Beleuchtung ermöglicht werden. Prof. Findl hat zu diesen Themen zahlreiche Studien durchgeführt die international publiziert wurden (s. Liste unten) und gilt als internationaler Experte auf diesem Gebiet. Auch war Prof. Findl der erste der EDOF IOL in Österreich angewandt hat, unter anderem die PureSee IOL von Johnson&Johnson, die derzeit wohl die beste IOL in diesem Segment darstellt.

Prof. Findl hat multifokale und EDOF Kunstlinsen der verschiedensten Hersteller in Verwendung und ist Autor von einigen internationalen Publikationen zu diesem Thema. Prof. Findl hält regelmäßig Vorträge zum Thema Speziallinsen auf internationalen Kongressen und ist auch Co-Autor der neuen internationalen Nomenklatur und Einteilung Presbyopie-korrigierender Kunstlinsen.

EDOF IOL

Enhanced monofokale („Monofokal-plus“-) Kunstlinsen

Neben multifokalen und EDOF-Kunstlinsen verwendet Prof. Findl seit mehreren Jahren auch sogenannte enhanced monofokale („Monofokal-plus“-) Kunstlinsen als seinen Standard. Diese Linsen bieten im Vergleich zu klassischen monofokalen Kunstlinsen eine leicht erweiterte Tiefenschärfe bei sehr guter Bildqualität. Prof. Findl war der erste Operateur in Österreich, der diese Linsenkategorie implantiert hat, und hat auch hierzu wissenschaftliche Studien durchgeführt und international publiziert.

Bei der Monovision werden die Augen bewusst leicht unterschiedlich eingestellt: Das dominante Auge wird auf möglichst scharfes Sehen in die Ferne ausgerichtet, das nicht-dominante Auge gezielt kurzsichtig belassen.

Bei einer moderaten Monovision beträgt diese Differenz etwa −1,0 bis −1,5 Dioptrien, bei einer Mini-Monovision etwa −0,5 bis −1,0 Dioptrien. Dadurch können viele Patientinnen und Patienten ohne Brille gut in die Ferne und in die Mitteldistanz (ca. Armlänge) sehen, bei meist erhaltenem Stereo- bzw. Tiefensehen. Für längeres Lesen ist jedoch in der Regel weiterhin eine Lesebrille erforderlich.

Auswahl der geeigneten Kunstlinse

Die Auswahl der geeigneten Kunstlinse erfordert eine sorgfältige individuelle Beurteilung der anatomischen Voraussetzungen, der Sehgewohnheiten und der persönlichen Erwartungen. Nicht jede Linse ist für jede Patientin oder jeden Patienten gleichermaßen geeignet. Daher stehen am Beginn immer eine ausführliche Diagnostik und ein persönliches Beratungsgespräch, in dem Chancen, Grenzen und mögliche Kompromisse offen besprochen werden. Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu finden, die sowohl medizinisch sinnvoll als auch im Alltag zufriedenstellend ist. Prof. Findl bringt dabei seine langjährige klinische Erfahrung und wissenschaftliche Expertise ein, um eine individuell optimale Linsenstrategie zu entwickeln.

Einige ausgewählte Publikationen von Prof. Findl zum Thema Speziallinsen

Häufige Fragen zu multifokalen & EDOF-Kunstlinsen

Was sind multifokale Kunstlinsen?

Multifokale Kunstlinsen sind Intraokularlinsen mit mehreren Brennpunkten, die gleichzeitig scharfes Sehen in der Ferne und in der Nähe ermöglichen. Prof. Findl setzt multifokale Kunstlinsen seit vielen Jahren ein und hat ihre Vor- und Nachteile in zahlreichen internationalen Studien wissenschaftlich untersucht und publiziert.

Welche Nachteile können multifokale Kunstlinsen haben?

Multifokale Kunstlinsen können mit einem reduzierten Kontrastsehen, erhöhter Blendempfindlichkeit und/oder Lichthöfen (Halos) um Lichtquellen bei Nacht einhergehen. Prof. Findl legt daher großen Wert auf eine sorgfältige Patientenauswahl und ein ausführliches Aufklärungsgespräch, um realistische Erwartungen zu schaffen.

Was sind EDOF-Kunstlinsen?

EDOF-Kunstlinsen (Enhanced Depth of Field) sind moderne Kunstlinsen mit erhöhter Tiefenschärfe, die besonders gutes Sehen in der Ferne und im Intermediärbereich (z. B. Computer- oder Armlängendistanz) ermöglichen. Prof. Findl war der erste Operateur in Österreich, der EDOF-Linsen implantiert hat, und gilt international als Experte auf diesem Gebiet.

Haben EDOF-Linsen weniger Nebenwirkungen als multifokale Linsen?

In vielen Fällen ja. EDOF-Linsen verursachen meist weniger Blendung und weniger störende Lichthöfe als klassische multifokale Linsen. Prof. Findl hat dieses Thema in randomisierten Studien untersucht und zeigt seinen Patientinnen und Patienten transparent auf, welche Linsenstrategie individuell sinnvoll ist.

Kann man mit EDOF-Linsen auch ohne Brille lesen?

EDOF-Linsen sind primär für Ferne und Mittelentfernung (ca. 60-80cm) optimiert. Durch eine gezielte Strategie wie eine leichte Mikromonovision (bei der ein Auge leicht kurzsichtig eingestellt wird) kann jedoch häufig auch ein passables Lesen ohne Brille bei guter Beleuchtung erreicht werden. Prof. Findl wendet diese Techniken routinemäßig an und hat sie wissenschaftlich evaluiert.

Was sind „enhanced monofokale“ oder „Monofokal-plus“-Linsen?

Enhanced monofokale Kunstlinsen sind weiterentwickelte monofokale Linsen mit leicht erweiterter Tiefenschärfe bei sehr hoher Bildqualität. Prof. Findl hat diese Linsenkategorie als erster Operateur in Österreich implantiert und verwendet sie als Standardlinse.

Bin ich für multifokale oder EDOF-Kunstlinsen geeignet?

Nicht jede Patientin und jeder Patient ist für jede Linsenart geeignet. Anatomische Voraussetzungen, Sehgewohnheiten und persönliche Erwartungen spielen eine zentrale Rolle. Prof. Findl führt daher immer eine umfassende Diagnostik und ein persönliches Beratungsgespräch durch, bevor eine Empfehlung ausgesprochen wird.

Wie läuft die Entscheidung für die richtige Kunstlinse ab?

Am Beginn stehen ausführliche Untersuchungen und eine detaillierte Analyse Ihrer Sehbedürfnisse im Alltag. Prof. Findl bespricht anschließend verständlich die verschiedenen Optionen, deren Chancen und mögliche Kompromisse, um gemeinsam eine individuell passende Linsenstrategie festzulegen.

Welche Erfahrung hat Prof. Findl mit Speziallinsen?

Prof. Findl verfügt über jahrzehntelange klinische Erfahrung mit multifokalen, EDOF- und enhanced monofokalen Kunstlinsen. Er ist Autor zahlreicher internationaler Publikationen, hält regelmäßig Vorträge auf großen Fachkongressen und war Co-Autor der neuen internationalen Nomenklatur presbyopiekorrigierender Kunstlinsen.

Was ist Monovision bei der Grauer-Star-Operation?

Bei der Monovision wird ein Auge auf die Ferne und das andere bewusst leicht kurzsichtig eingestellt. Bei einer Mini-Monovision (ca. −0,5 bis −1,0 dpt) oder moderaten Monovision (ca. −1,0 bis −1,5 dpt) können viele Patientinnen und Patienten ohne Brille gut in die Ferne und in die Mitteldistanz (Armlänge) sehen, bei meist erhaltenem Tiefensehen; zum Lesen ist meist weiterhin eine Brille nötig. Prof. Findl klärt im persönlichen Gespräch, ob dieses Konzept individuell geeignet ist.

Gibt es Zugang zu besonders neuen oder innovativen Linsenmodellen?

Ja. Durch seine wissenschaftliche Tätigkeit und internationale Vernetzung hat Prof. Findl oft Zugang zu neuen Linsenmodellen im Rahmen von Studien, teilweise noch bevor diese regulär in Österreich verfügbar sind. Dadurch können Patientinnen und Patienten von modernsten Entwicklungen profitieren.