Makulaloch

Makulaloch.

Ein Loch in der Makula, der Netzhautmitte, entwickelt sich meist spontan. Häufig entsteht ein Makulaloch durch die altersbedingte Schrumpfung des Glaskörpers, der dann an der Netzhaut zieht. Das Makulaloch wird bei der Untersuchung der Netzhaut an der Spaltlampe und der hochauflösenden bildgebenden Untersuchungsmethode OCT diagnostiziert. Beeinträchtigt das Makulaloch die Sehschärfe, wird die Operation empfohlen.

Operation des Makulalochs

Zuerst wird der Glaskörper, der das Auge im hinteren Bereich ausfüllt und oftmals ursächlich für das Makulaloch ist, mit einer Vitrektomie entfernt. Diese Operation wird von mir meistens in örtlicher Betäubung (=Lokalanästhesie) durchgeführt, kann aber auch auf Wunsch in Narkose gemacht werden. Über drei kleine Zugänge, welche dünner als 1mm sind, wird der meist ohnedies verflüssigte Glaskörper ausgeschnitten und abgesaugt. Danach wird die innerste sehr dünne Schicht der Netzhaut, die Membrana limitans interna (auch genannt ILM), mit einem blauen Farbstoff angefärbt und vorsichtig mit einer sehr feinen Pinzette abgezogen. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass eine Entfernung der ILM das Verschließen eine Makulalochs nach der Operation wahrscheinlicher macht. Dann wird eine Gasblase in den Glaskörperraum injiziert, damit das Makulaloch „zugedrückt“ wird und sich verschließen kann.

Nach der Operation sollte der Patient für 1-2 Tage den Kopf nach unten halten (Bauchlage in der Nacht und Blick nach unten beim Sitzen), damit die Gasblase möglichst effektiv wirken kann. Die Gasblase wird dann über die nächsten Wochen immer kleiner und ist nach 2 – 6 Wochen weg, abhängig von der Gasmischung, die angewandt wurde. Solange noch eine Gasblase im Auge ist, sieht der Patient schlecht und sollte der Patient keine Flüge mit dem Flugzeug unternehmen.

Prognose für das Sehvermögen

Bereits einige Tage nach der Operation kommt es zu einer allmählichen Verbesserung des Sehens, nach ca. 3-6 Monaten ist die endgültige Sehschärfe meist erreicht. Zur Prognose ist zu sagen, dass diese Operation primär die Stabilisierung der Sehschärfe zum Ziel hat und eine Verbesserung des verzerrten Sehens, wenn das der Fall war. Die Prognose hängt auch von der Größe des Makulalochs ab. Bei großen Löchern ist meist mit keiner guten Sehschärfe zu rechnen. Eine Nebenwirkung der Vitrektomie ist die Entstehung einer Linsentrübung, auch genannt Katarakt oder Grauer Star, welche typischerweise innerhalb von mehreren Monaten oder wenigen Jahren nach der Operation in fast allen Fällen auftritt. Diese kann aber mit einer Grauen Star Operation gut behandelt werden.

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